Es gibt verschiedene natürliche Maßnahmen, um einer Übersäuerung entgegenzuwirken und den Säure-Basen-Haushalt zu stabilisieren.
Was bedeutet «Übersäuerung» eigentlich?
Der Begriff «Übersäuerung» wird in der Naturheilkunde und der komplementärmedizinischen Praxis anders verwendet als in der klinischen Medizin. Es ist wichtig, diesen Unterschied zu kennen, bevor man über Gegenmaßnahmen spricht.
Die Schulmedizin kennt den Begriff Azidose als messbare, klinisch relevante Störung des Blut-pH-Wertes – ein Zustand, der intensivmedizinische Behandlung erfordert und lebensbedrohlich sein kann. Der Blut-pH-Wert wird vom Körper in einem sehr engen Bereich (7,35–7,45) streng reguliert. Eine «Übersäuerung» im schulmedizinischen Sinne ist daher kein Alltagsphänomen, sondern ein medizinischer Notfall.
Die Naturheilkunde verwendet den Begriff in einem weiteren Sinne: Sie beschreibt damit eine latente, subklinische Verschiebung des Stoffwechselmilieus in Richtung Säure – messbar beispielsweise im Urin-pH –, die nicht zwingend den Blut-pH-Wert verändert, aber das Gewebe, die Zellen und den Stoffwechsel belasten kann. Als Ursachen gelten vor allem:
- Säurebildende Ernährung mit viel Fleisch, Zucker, Weißmehl und Alkohol
- Bewegungsmangel, der den Abtransport saurer Stoffwechselprodukte verlangsamt
- Chronischer Stress und unzureichender Schlaf
Die Schulmedizin erkennt dieses Konzept als eigenständiges Krankheitsbild nicht an. In der Naturheilkunde und Komplementärmedizin ist es jedoch ein verbreitetes Erklärungsmodell für diffuse Beschwerden wie Müdigkeit, Muskelverspannungen oder eine eingeschränkte Regenerationsfähigkeit. Insbesondere im Zusammenhang mit der Regulationstherapie ist es wichtig, die Übersäuerung des Gewebes im Verständnis der Naturheilkunde zu beseitigen.
7 Tipps für einen gesunden Säure-Basen-Haushalt
Mit den folgenden sieben Maßnahmen können Sie Ihren Körper aktiv beim Entsäuern unterstützen:
- Basenreiche Ernährung: Eine Ernährung, die reich an basischen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Kräutern, Kartoffeln und Mandeln ist, hilft, überschüssige Säuren zu neutralisieren. Insbesondere grüne Blattgemüse und Zitrusfrüchte (die im Körper basisch wirken) sind hilfreich.
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Viel Wasser oder Kräutertees trinken unterstützt die Ausscheidung von Säuren über die Nieren. Basische Mineralwasser (mit einem hohen Gehalt an Hydrogencarbonat) können besonders hilfreich sein.
- Moderate Bewegung: Regelmäßige, moderate Bewegung fördert den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Säuren über den Schweiß. Aktivitäten wie Yoga oder Spaziergänge sind besonders effektiv.
- Stressabbau: Chronischer Stress fördert die Säurebildung im Körper. Entspannungsmethoden wie Meditation, Atemübungen, progressive Muskelentspannung oder Achtsamkeitstechniken können den Stress abbauen und den pH-Wert stabilisieren.
- Verzicht auf säurebildende Lebensmittel: Reduzierung von stark säurebildenden Lebensmitteln wie Fleisch, Zucker, Kaffee, Alkohol und verarbeiteten Lebensmitteln hilft, die Säurelast zu minimieren.
- Atemtechniken: Tiefe, bewusste Atmung fördert die Ausscheidung von Kohlendioxid, das eine saure Wirkung im Körper hat. Regelmäßige Atemübungen können helfen, den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren.
- Basische Anwendungen: Basische Fuß- oder Vollbäder unterstützen die Entsäuerung über die Haut. Dabei werden Säuren über den Schweiß ausgeschieden, was den Körper zusätzlich entlastet.
Einordnung: Wann reichen Alltagsmaßnahmen, wann braucht es mehr?
Die Kombination dieser Maßnahmen kann effektiv zu einem gesunden Säure-Basen-Haushalt beitragen. Zur gezielten Unterstützung einer Säure-Base-Kur und der natürlichen Entsäuerung des Gewebes empfehlen wir das Jorinde Säure-Base-Balance mit basisch wirkenden Mineralstoffen sowie unsere Jorinde Rechtsmilchsäure, die den Körper auf mehreren Wegen bei der Entsäuerung unterstützen kann.
Das Jorinde Säure-Base-Balance richtet sich an Menschen, die ihren Körper im Sinne der Naturheilkunde mit basisch wirkenden Mineralstoffen unterstützen möchten. Das Produkt ersetzt keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden empfehlen wir, ärztlichen Rat einzuholen.