Rechtsmilchsäure: Vorteile und Wirkung im Körper

Rechtsmilchsäure (L+ Milchsäure) ist ein natürlicher, körpereigener Wirkstoff, den wir in hochdosierter, flüssiger Form (20%) für die innere Anwendung anbieten. In der Naturheilkunde wird sie seit Langem zur Unterstützung von Darmgesundheit, Säure-Base-Haushalt und allgemeinem Wohlbefinden eingesetzt.

Nachfolgend beantworten wir die wichtigsten Fragen dazu: welche Vorteile Rechtsmilchsäure bietet, was im Körper genau passiert, und wo die wissenschaftliche Evidenz heute steht.

Was sind die Vorteile von Rechtsmilchsäure?

Rechtsmilchsäure kommt in mehreren Bereichen des Körpers unterstützend zum Einsatz – meist im Rahmen einer umfassenderen Entgiftungs- oder Darmkur.

  • Darmmilieu: unterstützt die Wiederherstellung eines gesunden Darmmilieus, besonders wertvoll im Rahmen einer Darmsanierung.
  • Darmflora-Aufbau: eignet sich als Vorbereitung, etwa in Kombination mit Prä- und Probiotika.
  • Säure-Base-Haushalt: kann zu dessen Ausgleich beitragen.
  • Darmreinigung: hilft dabei, schädliche Pilze und Bakterien im Darm zu verdrängen.
  • Zellstoffwechsel: unterstützt dessen Regulierung.
  • Vitalität: wird traditionell mit der Reaktivierung der Adrenalinausschüttung in Verbindung gebracht.
  • Kombinierbarkeit: eignet sich gut für die Kombination mit einer Pilzkur, Probiotika-Kur oder Säure-Base-Behandlung.

Was macht Rechtsmilchsäure im Körper?

Milchsäure kommt in zwei spiegelbildlichen Formen vor – L(+) und D(-) –, die der Körper unterschiedlich verarbeitet. Das ist auch der Grund, warum gezielt die rechtsdrehende Form verwendet wird.

Der menschliche Stoffwechsel produziert bei der Energiegewinnung fast ausschließlich L(+)-Milchsäure; im Blut zirkuliert sie in etwa hundertfach höherer Konzentration als die D(-)-Form.1 Der Körper kann L(+)-Milchsäure effizient über die Leber wieder in Glukose oder Energie umwandeln – für den Abbau von D(-)-Milchsäure braucht es dagegen ein separates, deutlich langsameres Enzym.2 Entsprechend wird der L(+)-Form eine bessere Verträglichkeit zugeschrieben.

  • Wird traditionell mit der Aktivierung der körpereigenen Adrenalinausschüttung in Verbindung gebracht.
  • Soll einer Stoffwechselentgleisung entgegenwirken.
  • Kann laut Erfahrungswerten die Verklumpung von Erythrozyten (roten Blutkörperchen) lösen bzw. verhindern, was den Blutfluss verbessert.
  • Wird mit der Aufrechterhaltung des Zellmembranpotentials in Verbindung gebracht.
  • Das ist wichtig für die Natrium-Kalium-Pumpe der Zellen und damit für reibungslos ablaufende Stoffwechselvorgänge.

Wie senkt Rechtsmilchsäure die Übersäuerung im Körpergewebe?

Die Übersäuerung des Körpers gilt in der Naturheilkunde als weitverbreitetes Phänomen unserer Zeit, bedingt durch Umwelt, Lebensstil und Ernährung. Rechtsmilchsäure kann den Körper auf mehreren Wegen unterstützen:

  • Entlastet den Körper von überschüssigen Säuren über die Sanierung des Darmmilieus.
  • Kann zur Korrektur des Blut-pH-Werts beitragen.
  • Hilft, erhöhte Mengen an Linksmilchsäure (D-Milchsäure) auszuschleusen, die sich im Gewebe sonst anreichert.
  • Wird vom Körper effizient verstoffwechselt, ohne zusätzliche Säurelast zu verursachen.
  • Regt die Bildung von Puffersubstanzen wie Hydrogencarbonat an.
  • Bei gesunden Menschen zeigt sich eine spürbare Entlastung meist bereits nach 14 Tagen der Anwendung.

Warum eine Säure den Körper trotzdem entsäuern kann

Das klingt zunächst widersprüchlich: Wie soll eine Säure helfen, den Körper von Säuren zu befreien? Die Antwort liegt nicht in der Eigenschaft „sauer" selbst, sondern darin, was mit dem Molekül im weiteren Stoffwechsel passiert.

Nicht jede Säure belastet den Körper gleich stark. Feste Säuren wie Schwefelsäure, die beim Abbau schwefelhaltiger Aminosäuren aus Proteinen entsteht, kann der Körper nicht weiter verwerten – sie muss über die Nieren gepuffert und ausgeschieden werden. Organische Säuren wie Milchsäure funktionieren anders: Baut die Leber L(+)-Milchsäure ab – über die Gluconeogenese (Cori-Zyklus) zu Glukose oder vollständig oxidiert im Citratzyklus zu CO₂ und Wasser –, verbraucht dieser Prozess je Molekül ein Proton (H⁺). Das entspricht chemisch der Bereitstellung von Bicarbonat.3 Das entstehende CO₂ wird anschließend einfach über die Lunge abgeatmet, statt sich als feste Säure im Gewebe anzusammeln.

Denselben Effekt kennt man von Zitronensäure: Sie schmeckt sauer, gilt ernährungswissenschaftlich aber als „basenbildend", weil sie im Stoffwechsel zu Bicarbonat umgewandelt wird.4 Nach demselben Prinzip kann auch Rechtsmilchsäure den Körper trotz ihres eigenen sauren pH-Werts netto entlasten, statt ihn zusätzlich zu belasten.

Wie hilft Rechtsmilchsäure beim Aufbau einer gesunden Darmflora?

Ein ausgeglichener pH-Wert im Darm ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich nützliche Bakterien dort überhaupt erst wieder ansiedeln können.

  • Reguliert den pH-Wert im Darm, was für die Ansiedlung nützlicher Bakterien entscheidend ist.
  • Schafft damit gute Ausgangsbedingungen für den Darmflora-Aufbau, etwa in Kombination mit Prä- und Probiotika.
  • Kann das Wachstum von Milchsäurebakterien wie Lactobazillen begünstigen.
  • Trägt zur Regeneration einer geschwächten Darmflora bei.
  • Milchsäurebakterien wird generell zugeschrieben, positiv auf Verdauung, Immunsystem und Stoffwechsel zu wirken – ein Forschungsfeld, das in den letzten Jahren spürbar gewachsen ist.5
  • Da ein Großteil der Immunzellen im Darm sitzt, profitiert darüber auch das Immunsystem.

Wie hilft Rechtsmilchsäure, schädliche Mikroorganismen im Darm zu eliminieren?

Die Anwendung von Rechtsmilchsäure hat in der ganzheitlichen Komplementärmedizin einen hohen Stellenwert, gerade wenn es um die Verdrängung krankmachender Keime geht. Der zugrunde liegende Mechanismus ist inzwischen auch aus der Mikrobiom-Forschung bekannt: Organische Säuren senken den lokalen pH-Wert im Darm und stören dadurch gezielt den Stoffwechsel unerwünschter Keime, während viele nützliche Bakterien mit dem saureren Milieu gut zurechtkommen.6

  • Kann das Wachstum anaerober, krankmachender Bakterien hemmen.
  • Hilft, den Hefepilz sowie andere schädliche Mikroorganismen im Darm zu verdrängen.
  • Senkt den lokalen pH-Wert im Darm, was das Wachstum vieler unerwünschter Keime erschwert.6
  • Laut einer Untersuchung von Dr. Oliver Ploss erreichten 97% der Anwender innerhalb von 2 bis 6 Monaten eine anhaltende Besserung oder Sanierung des Darmmilieus.7
  • Wirkt dabei besonders gut in Kombination mit einer gezielten Pilzkur.

Die Rechtsmilchsäure eignet sich gut für die Kombination mit weiteren Jorinde Präparaten, etwa unserem Prä- und Probiotikum. Anwendung: 20 Tropfen in ca. 250 ml stillem Wasser auflösen, gut umrühren und dreimal täglich trinken.

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  1. Pohanka, M., D-Lactic Acid as a Metabolite: Toxicology, Diagnosis, and Detection, BioMed Research International, 2020. ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7320276 ↩︎

  2. L-lactate and D-lactate – clinical significance of the difference, acutecaretesting.org. acutecaretesting.org ↩︎

  3. Metabolic fate of lactate, acetate, citrate and gluconate, Deranged Physiology. derangedphysiology.com ↩︎

  4. Citrate-based dietary alkali supplements available in Germany: an overview, Journal of Pharmaceutical Health Care and Sciences, 2024. ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC11084099 ↩︎

  5. Disease managing capacities and mechanisms of host effects of lactic acid bacteria, Critical Reviews in Food Science and Nutrition. tandfonline.com ↩︎

  6. Short-chain fatty acids of various lengths differentially inhibit Klebsiella pneumoniae and Enterobacteriaceae species, mSphere, 2024. pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10900885 ↩︎

  7. Dr. Oliver Ploss, Effektive Milieusanierung mit Rechtsmilchsäure (RMS), in: Vitale Senioren ↩︎

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